Die Linksjugend [’solid] Kassel plant, über das Treiben der Bundeswehr auf dem Stadtfest Kassel an diesem Wochenende zu informieren. Wir wollen versuchen, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen und zeigen, dass die Bundeswehr alles andere als ein „sicherer Arbeitgeber“ ist und die Armee keineswegs die Kraft ist, die den Frieden nach Afghanistan bringt. Das ist gerade in Zeiten von steigender Arbeits- und Perspektivlosigkeit bitter nötig. Dazu werden wir zwei Flugblätter verteilen:
Hier findet sich das Flugblatt mit unseren Positionen und Argumenten und hier findet sich das Flugblatt des „Freundeskreis zur Förderung der Bundeswehr“. Dieses soll auf satirische Art und Weise die Rolle der Bundeswehr kritisieren.
Archive for Mai, 2009
Mit dieser Forderung demonstrierten am 21. Mai rund 1000 unterschiedliche Gruppierungen gegen den 6. internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge der für starke Kritik sorgte. Auch AktivistInnen von Linksjugend Solid, Kassel beteiligte sich an der Demonstration.
Der Kongress, der von der evangelikalen „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ veranstaltet wurde, ließ ReferentInnen sprechen, die ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einziges Lebensmodell darstellten und betitelten Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht.
Die DemonstrantInnen verteidigten in einem sehr bunten Protest die erstrittenen Rechte für Frauen und Homosexuelle. So schrien homosexuelle DemonstrantInnen in Krankenhauskittelen und Hilfe oder trugen einen Stempel „UNHEILBAR“. Eine große Luftballonaktion sorgte für Farbe mit der Aufschrift: „Wenn ich groß bin, werde ich lesbisch / schwul“
Durch die Blockierungen der Eingänge der Universität, konnte der Kongress dort nicht ungestört stattfinden. Auch in der Schule, in der Teile des Kongress stattfanden, zeigten die ProtestantInnen lautstark mit Sprechchören und Trommeln ihren Unmut gegen die Diskriminierung.
Trotz der friedlichen Haltung der DemonstrantInnen kam es zu Übergriffen der Polizei, die DemonstrantInnen mit Schlagstöcken angriffen. Auch im Vorfeld kam es zu Schikanen seitens der Polizei durch Ganzkörperdurchsuchungen.
Das wird aber kein Grund sein weiterhin gegen Diskriminierung auf die Straße zu gehen und für sexuelle Selbstbestimmung zu kämpfen.
Auch AktivistInnen von Linksjugend Solid, Kassel beteiligte sich an der Demonstration.
Siehe auch Solid-Hessen
400 Jugendliche demonstrieren gegen Krisenfolgen
Am 27.04.2009 beteiligten sich rund 400 Jugendliche – vorwiegend Auszubildende, z.T. SchülerInnen und Studierende – an einer Demonstration für die unbefristete Übernahme im erlernten Beruf und für bessere Ausbildungsbedingungen. Der Protestzug skandierte Sprüche wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ oder „100 Prozent Übernahme“. Wir, die Linksjugend [´solid] Kassel, waren auch auf der Demo vertreten. Im Vorfeld hatten wir Flugblätter für den Protest an Berufsschulen und bei betrieblichen Jugendversammlungen verteilt.
Gründe für den Protest gibt es genug. In Nordhessen stieg im Lauf der letzten zwölf Monate die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen um 30 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Betriebe in den kommenden Monaten Ausbildungs- und Übernahmestopps verhängen und sich die Aussichten für junge Menschen auch in Form von Bildungs- und Sozialabbau drastisch verschlechtern werden.
Milan Huhn, Vorsitzender des Ortsjugendauschusses der IGMetall-Jugend Nordhessen, unterstrich in seiner Rede: „Wir wollen die unbefristete Übernahme aller Azubis, um gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Perspektiven junger Menschen zu sichern.“ Andere Redner kündigten an, dass die Demonstration nur der Auftakt für weiteren Widerstand sein könne. Gemeinsamer entschlossener Widerstand wird nötig sein, damit die aktuelle kapitalistische Krise nicht einer ganzen Generation die Zukunft verbaut. Deshalb kämpfen wir weiter für die Zukunft von allen von der Krise betroffenen Jugendlichen. Aus diesem Grund mobilisieren wir zur Demonstration des europäischen Gewerkschaftsbunds am 16.05.2009 in Berlin und rufen in Kassel zur breiten Unterstützung des Bildungsstreiks am 17.06.2009 auf. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann geht das nur zusammen. Letztlich wird nur ein gemeinsamer Generalstreik aller Betroffenen der Krise die Kraft entfalten, die nötig ist, um die drohenden Angriffe zurückzuschlagen und die eigenen Forderungen durchzusetzen.












