Mai
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400 Jugendliche demonstrieren gegen Krisenfolgen

operationuebernahme1Am 27.04.2009 beteiligten sich rund 400 Jugendliche – vorwiegend Auszubildende, z.T. SchülerInnen und Studierende – an einer Demonstration für die unbefristete Übernahme im erlernten Beruf und für bessere Ausbildungsbedingungen. Der Protestzug skandierte Sprüche wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ oder „100 Prozent Übernahme“. Wir, die Linksjugend [´solid] Kassel, waren auch auf der Demo vertreten. Im Vorfeld hatten wir Flugblätter für den Protest an Berufsschulen und bei betrieblichen Jugendversammlungen verteilt.
Gründe für den Protest gibt es genug. In Nordhessen stieg im Lauf der letzten zwölf Monate die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen um 30 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Betriebe in den kommenden Monaten Ausbildungs- und Übernahmestopps verhängen und sich die Aussichten für junge Menschen auch in Form von Bildungs- und Sozialabbau  drastisch verschlechtern werden.
operationuebernahme3Milan Huhn, Vorsitzender des Ortsjugendauschusses der IGMetall-Jugend Nordhessen, unterstrich in seiner Rede: „Wir wollen die unbefristete Übernahme aller Azubis, um gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Perspektiven junger Menschen zu sichern.“ Andere Redner kündigten an, dass die Demonstration nur der Auftakt für weiteren Widerstand sein könne. Gemeinsamer entschlossener Widerstand wird nötig sein, damit die aktuelle kapitalistische Krise nicht einer ganzen Generation die Zukunft verbaut. Deshalb kämpfen wir weiter für die Zukunft von allen von der Krise betroffenen Jugendlichen. Aus diesem Grund mobilisieren wir zur Demonstration des europäischen Gewerkschaftsbunds am 16.05.2009 in Berlin und rufen in Kassel zur breiten Unterstützung des Bildungsstreiks am 17.06.2009 auf. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann geht das nur zusammen. Letztlich wird nur ein gemeinsamer Generalstreik aller Betroffenen der Krise die Kraft entfalten, die nötig ist, um die drohenden Angriffe zurückzuschlagen und die eigenen Forderungen durchzusetzen.
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