Am Montag. Den 7. Januar, rief der Rollsportverein Mr. Wilson zu einer Demo vor dem Rathaus auf – 250 kamen, auch wir von solid-Kassel waren dabei und hatten für die Demo mobilisiert. Hintergrund des Protests war, dass der Verein aus seiner jetzigen Halle im Juni rausgeschmissen wird, und das die Stadt den SkaterInnen zwar ein Angebot für eine neue Halle gemacht hatte. Dieses war aber genauso unzureichend wie die jetzige Halle. In ihr können nur etwa 10 Leute gleichzeitig skaten, das aber bei einer riesigen Nachfrage. Der Verein hat sich selbstständig um eine Alternative gekümmert und diese auch gefunden. Diese Halle wäre größer und auch beheizbar, die fehlende Heizung war in der alten Halle im Winter ein großes Problem. Schon länger haben die Skater versucht mit OB Hilgen über die Finanzierung zu sprechen, sie erhielten aber keine Reaktion.
Hilgen, der Retter der Kasseler Jugendkultur?
Erst als die Skater für die Demo mobilisierten, zeigte Hilgen plötzlich Interesse. Hier zeigt sich: Erfolge sind nur durch den Protest der SkaterInnen und  uns Jugendlichen möglich. Auf der Demo hat Hilgen dann verkündet, er werde versuchen sich um die Finanzierung zu kümmern, erst mal nur für ein Jahr. Zu der geforderten langfristigen Finanzierung und der Schaffung einer Stelle für die Jugendarbeit hat er nichts gesagt. Simon Aulepp, Kandidat der Kasseler Linken, auch Redner auf der Demo, betonte, dass wir auf jeden Fall misstrauisch sein sollten und erst zufrieden sein sollten wenn die ersten SkaterInnen in der neuen Halle fahren können und die langfristige Finanzierung gesichert ist. Auch sagte er, dass zurzeit Wahlkampf sei und man Hilgens Ankündigung dementsprechend bewerten müsse. Einem großen Teil der DemonstrantInnen genügte das vage Versprechen nicht: Wir zogen nach der Demo noch ins Rathaus wo die Stadtverordnetenversammlung tagte, um einen konkreten Beschluss zu bewirken. Durch die Präsenz der Demo im Rathaus wurde den Forderungen der SkaterInnen Nachdruck verliehen. Die Finanzierung wurde offiziell zugesagt, für ein Jahr. Dieser Erfolg wurde auch möglich weil die Fraktion der Kasseler Linke vorher eine entsprechende Anfrage im Eilverfahren eingebracht hatte.
Die Demo war also ein erster Start in dem Kampf für eine neue Halle. Allerdings wird weiterer Protest nötig sein, um die langfristige Finanzierung zu sichern. Die Demo zeigt auch, wie wir wirklich Verbesserungen für Jugendliche erreichen können: Nur durch öffentlichen Protest! Angesichts der katastrophalen Finanzlage der Kommunen, werden wir das in Zukunft öfter beweisen müssen!
Mitteilung des Vereins Mr. Wilson zu den Zusagen der Stadt nach der Demo
Tags:












Kein Kommentar
Die Kommentarfunktion ist deraktiviert.