Feb
02

Die Kasseler linksjugend ['solid]-Gruppe solidarisiert sich mit dem Massenprotest der tunesischen Bevölkerung. Aufgrund der Proteste musste der Diktator Ben Ali  fliehen . Die tunesischen Massen haben der ganzen Welt gezeigt, dass sich jedes noch so stark wirkende Regime besiegen lässt. Die scheinbare Ruhe, die in Tunesien und Nordafrika lange vorherrschte, ist nun vorbei. Die neue Übergangsregierung wird von den Massen nicht akzeptiert, sie haben ein Stück Freiheit gewonnen, wollen aber noch viel mehr. Es zeigt sich: Um echte Freiheit und Gerechtigkeit zu bekommen, müssen die TunesierInnen den Kapitalismus überwinden. Das wird auch immer mehr Menschen dort klar. Die ersten Anzeichen dafür gibt es schon: In einigen Städten haben ArbeiterInnen ihre Bosse, die sich durch die Tyrannei bereichert haben, aus den Betrieben geworfen und beginnen mit der Selbstverwaltung der Fabriken. Die Forderung nach einem Generalstreik gegen alle ehemaligen Unterstützer des Regimes in der neuen Regierung wird immer lauter.

Dem Kampf der tunesischen ArbeiterInnen und Jugendlichen haben sich  die Ausgebeuteten der umgebenden Länder angeschlossen. Unter anderem  gibt es in Ägypten Massenproteste, der Sturz des Diktators Mubarak scheint nahe. Dienstag, den 01.02. gab es die bislang größten Demos von mehreren Millionen.  Als solch eine Demo in Tunesien zum Regierungsgebäude zog, war das der Moment als Ben Ali geflohen ist.

In den Medien wird derzeit Angst vor “Islamisten” geschürt, die durch die Aufstände an die Macht kommen könnten. Die bürgerlichen Medien müssen die Revolution schlecht reden, da durch diese die Ausbeutung der Menschen in Nordafrika durch westliche Konzerne erschwert wird. Wir verteidigen das Selbstbestimmungsrecht der nordafrikanischen Bevölkerung. Wir sind überzeugt davon, dass weder religiöser Fanatismus wie nach der iranischen Revolution noch die “Freiheit” der Ausbeutung durch die westlichen Konzerne wie in der Vergangenheit für Frieden und Wohlstand für alle sorgen können.
Am Beispiel Tunesien zeigt sich, dass wir auch in Deutschland  grundlegend etwas verändern können, wenn wir entschlossen dafür kämpfen. Wir werden den Kapitalismus nicht als Ende der Geschichte akzeptieren, auch wir wollen mehr. Für sozialistische Demokratie in Tunesien,Ägypten, Nordafrika und der ganzen Welt!

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