Da zu erwarten ist, dass die Regierung nicht gleich nach dem Streik unsere Forderungen umsetzt, haben wir uns schon mal gedanken darüber gemacht, wie es nach dem 9. Juni weitergehen kann.
Auf diesem Flugblatt findet ihr unsere Vorschläge.
Die Haushalte wurden in der jüngeren Vergangenheit geleert, um Banken und Konzerne vor den Folgen der Wirtschaftskrise zu retten. Das fehlende Geld wird jetzt bei uns geholt. Die Bildungskürzungen sind also Folge der kapitalistischen Krise. Sie reihen sich ein in andere Angriffe auf unsere Zukungt: Ausbildungsplätze werden immer knapper. Die Übernahme in den erlernten Beruf bleibt aus, findet befristet oder zu schlechten Arbeitsbedingungen statt. Gemeinsamer Protest von allen Jugendlichen – wie am 9. Juni – ist deshalb notwendig. [...]
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Am Jugendstreik in Kassel sind über 2500 SchülerInnen, Studierende und Auszubildende auf die Straße gegangen. Aufgerufen vom “Bündnis Zukunftsperspektiven Erkämpfen” haben die Jugendlichen ihrem Protest gegen die Sparpläne von Bundes- und Landesregierung Ausdruck verliehen und ihre Forderungen zur Verbesserung von Schule, Universität sowie den Rahmenbedingungen ihrer Ausbildung und der unbefristeten Übernahme in den erlernten Beruf kundgetan.
Die hessische Landesregierung ist wiedermal Vorreiter in Sachen Kürzungspolitik. Im kommenden Jahr werden 45 Millionen Euro an hessischen Schulen und 30 Millionen Euro an Hochschulen gespart. Für uns bedeutet das eine krasse Verschlechterung der Lernbedingungen: Größere Lerngruppen, schlechtere Ausstattung der Schulen und Unis, gestresste Lehrkräfte usw.
Wir nehmen die Kürzungen zum Anlass, um umso entschlossener für den kommenden Jugendstreik am 9.6. zu mobilisieren, damit Hessen auch in Sachen Widerstand bundesweit zum Vorreiter wird.
Am vergangenen Dienstag und Mittwoch informierten wir in der Kasseler Innenstadt über die geplanten Kürzungen und verteilten Flyer für den Jugendstreik. In den kommenden Wochen werden wir an zahlreichen Schulen und Berufsschulen weiter mobilisieren und kreative Mobilisierungsaktionen in der Innenstadt planen.

Das Bündnis Zukunftsperspektiven Erkämpfen hat am 24. April den Grundstein für den Jungedprotesttag am 9. Juni 2010 mit einer Resolution gelegt. Hier haben SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende gemeinsam die Forderungen erarbeitet, mit denen sie für den Protesttag mobilisieren und in den Protest hineingehen werden.