Dez
14

 

 

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Auch in Kassel gibt es gewaltbereite Nazis, vor allem die Gruppe „Sturm 18“.
Sie zeigen Präsenz in der Öffentlichkeit und belästigen Menschen, welche nicht
in ihre beschränkte Weltvorstellung passen. Bernd T., einer der Köpfe der
Gruppe, prügelte, 1993 bereits einen Menschen zu Tode.

Eine weitere Gruppe ist der „Freie Widerstand Kassel“, welcher bereits durch das Unterwandern der Bettenhäuser Feuerwehr bekannt wurde.

Beide sind ein ernstes Problem. Doch gerade die Nazis vom „Sturm 18“ hängen an öffentlichen Plätzen wie dem Friedrichs- oder Königsplatz herum, aber auch vor Supermärkten in der Nordstadt. Durch ihren massiven Alkoholkonsum und ihr Auftreten als Gruppe mit Kampfhunden schüchtern sie ein. Sie beleidigen und belästigen andereMenschen. Aber auch Gewalttaten gehören zum Repertoire der Gruppe.

Die jüngsten Erkenntnisse über dieneun Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zeigen deutlich,
dass die Gefahr von Naziterror in den letzten Jahren durch Medien und Politik unterschätzt und verharmlost wurde.
Mal wieder wird uns gezeigt, dass die Ideologie der Nazis auf Terror und Mord hinausläuft. Das zeigen auch die 182
Menschen, welche seit 1990 durch Nazis ermordet wurden (Zahl der Amadeu-Antonio-Stiftung), ebenso wie das
kürzlich verübte Massaker des Faschisten Andreas Breivik in Norwegen, bei dem 77 Menschen getötet wurden.

Bedenklich ist auch wie stark der Verfassungsschutz (VS) in die Mordserieverwickelt ist. In Kassel wurde Halit
Yozgat am 6. April 2006 in einem Internetcafé in der Nordstadt erschossen. Nur wenige Minuten vorher befand
sich Andreas T., ein Beamter des Verfassungsschutzes aus Hofgeismar, am Tatort. Dass der Staat selbst so tief in
der rechten Szene steckt, zeigt:

Wir müssen selbst aktiv werden und können uns nicht auf die staatlichen Organe verlassen!

Denn die Verflechtung von Geheimdienst und rechter Szene ist kein Zufall. Der Verfassungsschutz wurde einst gezielt gegründet, um gegen Linke vorzugehen, und beherbergte viele ehemalige Mitglieder von NSDAP und Gestapo, die ihre Ideologie dort weiterleben konnten. Natürlich ist es auch kein Zufall, dass es Faschismus und Rassismus gibt, auch dafür gibt es gesellschaftliche Gründe. Unsere Gesellschaft ist auf Ungleichheit, auf Reichtum und Armut aufgebaut und bietet so Anknüpfungspunkte für Rassismus. Nazis und Rassisten schieben soziale Probleme wie fehlende Arbeitsplätze,
Sozialabbau und Armut Sündenböcken, die nicht in ihr Weltbild passen, in die Schuhe und nicht den wahren Verant-
wortlichen in der Politik und den Chefetagen.

Demo gegen Nazis in Kassel am 17.09.11 mit über Tausend Teilnehmern

Klar ist: Wir dürfen den Nazis nicht den öffentlichen Raum überlassen, Nazis dürfen bei uns nicht toleriert werden.
Wir müssen uns gemeinsam gegen sie wehren. Gemeinsam mit einem Bündnis sind wir dabei, eine Kampagne gegen
Rechts zu starten.Weitere Infos gibt es auf unseren Treffen, immer mittwochs um 18:30 Uhr im LINKE-Büro, Schillerstraße 21 (gegenüber der Walter-Hecker-Schule).

Dort besprechen wirnicht nur weitere Aktionen, sondern diskutieren auch gesellschaftliche Grundlagen von Rassismus und Faschismus sowie politische Theorie wie die Rolle
des Staates. Werdet mit uns aktiv!

Mai
18

Spanishcer Demonstrant Wir solidarisieren uns mit den Protesten gegen Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Korruption in Wirtschaft und   Politik.

Zudem verurteilen wir die Rolle der deutschen Massenmedien, die anscheinend eine Nachrichtensperre für dieProteste   verhängt haben.

Ein ausführlicher Artikel und eine Einschätzung zu den Protesten von linksjugend ['solid] Kassel wird bald folgen, wenn es mehr Informationen gibt.

Informationen über die Proteste gibt es hier:

http://twitter.com/#!/rafaelwv (Twitteraccount eines Spaniers der regelmäßig auf deutsch twittert)

http://rafaelwv.posterous.com/interview-zu-spanishrevolution (sehr interessantes Interview auf deutsch )

http://www.spanishrevolution.eu/ (Webcams von den Protesten)

http://www.heise.de/tp/blogs/8/149848 (Ein erster Bericht eines Nachrichtenportals)

http://roteswels.at/ (Guter Artikel von einem linkem Bündnis zum Thema)

Mrz
29

Feb
19

Am Montag. Den 7. Januar, rief der Rollsportverein Mr. Wilson zu einer Demo vor dem Rathaus auf – 250 kamen, auch wir von solid-Kassel waren dabei und hatten für die Demo mobilisiert. Hintergrund des Protests war, dass der Verein aus seiner jetzigen Halle im Juni rausgeschmissen wird, und das die Stadt den SkaterInnen zwar ein Angebot für eine neue Halle gemacht hatte. Dieses war aber genauso unzureichend wie die jetzige Halle. In ihr können nur etwa 10 Leute gleichzeitig skaten, das aber bei einer riesigen Nachfrage. Der Verein hat sich selbstständig um eine Alternative gekümmert und diese auch gefunden. Diese Halle wäre größer und auch beheizbar, die fehlende Heizung war in der alten Halle im Winter ein großes Problem. Schon länger haben die Skater versucht mit OB Hilgen über die Finanzierung zu sprechen, sie erhielten aber keine Reaktion.

Hilgen, der Retter der Kasseler Jugendkultur?

Erst als die Skater für die Demo mobilisierten, zeigte Hilgen plötzlich Interesse. Hier zeigt sich: Erfolge sind nur durch den Protest der SkaterInnen und  uns Jugendlichen möglich. Auf der Demo hat Hilgen dann verkündet, er werde versuchen sich um die Finanzierung zu kümmern, erst mal nur für ein Jahr. Zu der geforderten langfristigen Finanzierung und der Schaffung einer Stelle für die Jugendarbeit hat er nichts gesagt. Simon Aulepp, Kandidat der Kasseler Linken, auch Redner auf der Demo, betonte, dass wir auf jeden Fall misstrauisch sein sollten und erst zufrieden sein sollten wenn die ersten SkaterInnen in der neuen Halle fahren können und die langfristige Finanzierung gesichert ist. Auch sagte er, dass zurzeit Wahlkampf sei und man Hilgens Ankündigung dementsprechend bewerten müsse. Einem großen Teil der DemonstrantInnen genügte das vage Versprechen nicht: Wir zogen nach der Demo noch ins Rathaus wo die Stadtverordnetenversammlung tagte, um einen konkreten Beschluss zu bewirken. Durch die Präsenz der Demo im Rathaus wurde den Forderungen der SkaterInnen Nachdruck verliehen. Die Finanzierung wurde offiziell zugesagt, für ein Jahr. Dieser Erfolg wurde auch möglich weil die Fraktion der Kasseler Linke vorher eine entsprechende Anfrage im Eilverfahren eingebracht hatte.

Die Demo war also ein erster Start in dem Kampf für eine neue Halle. Allerdings wird weiterer Protest nötig sein, um die langfristige Finanzierung zu sichern. Die Demo zeigt auch, wie wir wirklich Verbesserungen für Jugendliche erreichen können: Nur durch öffentlichen Protest! Angesichts der katastrophalen Finanzlage der Kommunen, werden wir das in Zukunft öfter beweisen müssen!

Mitteilung des Vereins Mr. Wilson zu den Zusagen der Stadt nach der Demo

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